Er zählt auch über 15 Jahre nach dem Mauerfall zu den größten Sympathieträgern: Michail Gorbatschow. Doch bis auf die Zeit an der Spitze der Sowjetunion ist wenig über sein Leben bekannt - obwohl er einer der bedeutendsten Menschen der jüngeren Geschichte ist und seine Biografie ein Gleichnis für die Entwicklung Russlands.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2006
Rezensent Andreas Oplatka kommt nach der Lektüre von Michail Gorbatschows Biografie zur einem ambivalenten Fazit. Einerseits will er bei einer solch populären Biografie nicht zu kritisch im Detail sein, denn das "sehr flüssig geschriebene Buch" liest sich seiner Meinung nach gut und kann so sicher das Interesse einer breiten Leserschaft wecken. Für politikwissenschaftliche Studien ist es sicher gar nicht gedacht. Eher geht es dem Autor Klaus-Rüdiger Mai nach Oplatkas Einschätzung darum "sich mit Gorbatschows Person und Laufbahn auf eine allen verständliche Art auseinanderzusetzen". Andererseits stecken doch etliche Ungenauigkeiten in dem Buch, die "mit Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen sind". Bedauerlich findet der Rezensent vor allem, dass die Zeit, in der Gorbatschow die Sowjetunion regiert hat, relativ wenig Raum in der Biografie einnimmt. Den Jahren zuvor widme sich Mai viel differenzierter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2006
Angetan zeigt sich Rezensent Werner Adam von dieser Biografie Michail Gorbatschows, die der Historiker und Regisseur Klaus-Rüdiger Mai vorgelegt hat. Auch wenn Adam darin "kaum neue Erkenntnisse" findet, kann er das Werk sehr empfehlen, erinnere es doch an manche Geschehnisse, "die schon fast wieder in Vergessenheit geraten sind, obwohl sie eher noch an Relevanz gewonnen haben". Adam lobt den "angenehm flüssigen Stil" des Autors und bescheinigt ihm zudem, den Werdegang der Gorbatschows, von einigen gefühligen Ausrutschern abgesehen, "ebenso sachlich wie kenntnisreich" zu beschreiben.
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