Das Buch schlägt eine tiefgreifende Reform der EU vor. Defekte der EU werden identifiziert. Die Vorschläge basieren auf den Konzepten begrenzter Supranationalität und einer ausgewogenen Sicht des Nationalstaats. Die EU wird vor allem gebraucht für Frieden, Wohlstand, Kompensation der relativ geringen Größe und begrenzten Macht ihrer Mitgliedstaaten und zur Bewahrung grundlegender Prinzipien der westlichen Zivilisation. Eine ausgewogene Sicht des Nationalstaats bedeutet Erhaltung der Vorteile des gut gestalteten Nationalstaats im Vergleich zur EU sowie Vermeidung von Nationalismus und Krieg. Das Buch schlägt u.a. eine Neugestaltung der EU-Rechtsetzung und der EU-Verträge, eine untergeordnete Rolle der Europäischen Kommission, einen Court of Appeal und eine geänderte Zusammensetzung der Europäischen Zentralbank vor. Möglichkeiten des Überlebens der Eurozone werden diskutiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2018
Michael Gehler nimmt das englischsprachige Buch von Klaus Weber und Henning Ottmann sehr ernst. Die kontroverse Debatte, die die Autoren mit ihrer Forderung nach einer umfassenden Reform der EU anstoßen, scheint ihm notwendig. Die im Buch angeregte Neugestaltung der EU-Rechtsetzung und die Reduzierung der EU-Verträge auf Kernbereiche setzen laut Gehler an tatsächlichen Mängeln der EU an, auch wenn die Autoren das Argument vom "Demokratiedefizit" der Union laut Gehler nicht überprüfen. Vernünftig erscheint dem Rezensenten, wenn Weber und Ottmann die Eigenverantwortlichkeit der EU-Staaten für ihre Finanzen betonen. Der Band ist laut Gehler auf dem Stand von 2016, die Wahl Trumps und die Folgen spielen im Buch also keine Rolle.
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