Der Band ist ein Fenster zur österreichischen Literatur der zweiten Jahrhunderthälfte. Die Hinweise und ausführlichen Analysen eröffnen Zugang zu Motivkomplexen, zu literarischen Strategien und poetologischen Verfahrensweisen. Zudem informiert Klaus Zeyringer über Arbeitsbedingungen der Literaten, ihre Interessensvertretungen und die österreichische Verlagslandschaft - eine Sozialgeschichte der Literatur, die einer offenen Literaturgeschichte als work in progress verpflichtet ist.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Mit diesem Band ist dem österreichischen Germanisten Zeyringer eine umfassende Darstellung der österreichischen Gegenwartsliteratur geglückt, meint Paul Michael Lützeler. Im Gegensatz zu den meisten bundesrepublikanischen Ausgaben habe Zeyringer die österreichische Literatur in ihren besonderen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen betrachtet. Der Rezensent zeigt sich beeindruckt von der Vielfalt der zusammengestellten Werke, die auch Autoren umfasst, die außerhalb Österreichs noch wenig bekannt sind. Darüber hinaus sei dieses Buch durchaus auch als Nachschlagewerk von großem Wert.
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