Aus dem Koreanischen von Kim Miy-He und Sylvia Bräsel. Mit einem Vorwort des Autors und einem Nachwort von Sylvia Bräsel. Einer der wichtigsten Dichter Asiens hat eine Auswahl seiner Gedichte zusammengestellt: Der Name Ko Un gehört zu denen, die alljährlich genannt werden, wenn über die Favoriten für den Literatur-Nobelpreis spekuliert wird. Der 1933 geborene Dichter veröffentlicht seit fast 50 Jahren, sein Werk ist in der Heimat viel gelesen und im Ausland in zum Teil mehrbändigen Ausgaben übersetzt. Es zeichnet sich aus durch eine Welthaltigkeit, die auf der eigenen Biografie und der tiefen Einsicht in die Mechanismen menschlichen Seins gegründet ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.08.2007
Jan Wagner staunt nicht schlecht, wie Ko Un scheinbar Widersprüchliches sprachlich zu vereinen vermag. Das hat wohl mit des Dichters Fähigkeit zur Bildfindung und Versenkung in die Dinge zu tun, vermutet Wagner, den die einfache Einleitung eines Gedichts von Ko Un mitunter direkt zum synästhetischen Erlebnis führt. Nur manchmal kommt Wagner so ein Bild etwas gesucht vor, um "große Emotion" zu transportieren. Und manchmal spürt er den poeta doctus allzu stark. Als repräsentative Auswahl von Ko Uns Werk der Jahre 1993 bis 2000, während derer sich der Dichter verstärkt für eine Aussöhnung zwischen Nord- und Südkorea einsetzte, möchte Wagner den Band auf alle Fälle empfehlen. Das Poetische und das Politische seien hier auf beeindruckende Weise miteinander verknüpft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.05.2007
Ob er hier wohl das Buch eines zukünftigen Nobelpreisträgers in den Händen hält, fragt Rezensent Ludger Lütkehaus angesichts dieses Lyrikbandes des koreanischen Lyrikers, Romanciers und Essayisten. In der Gedichtsammlung hört der Rezensent auch die tragische koreanische Geschichte des 20. Jahrhunderts durch, die der 1933 geborene Ko Un am eigene Leib erlebt hat: Er saß im Gefängnis, wurde gefoltert, hatte Publikationsverbot. Oft zeigt sich Lütkehaus tief bewegt von den "suggestiven Bildern", der "unnachahmlich lakonischen Weise", mit der die großen Gedichte dieser Sammlung seinen poetischen Blick geöffnet haben. In manchen Gedichten jedoch hört er das Klappern des Mantras "einer bloß gut gemeinten Humanität".
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