Er saß eines Tages auf einer Bank in Hamburg und wusste nicht, wo er war. Und auch nicht, wer er war. Jonathan Overfeld ist sein Leben entfallen wie anderen eine Telefonnummer. Fugue, so nennen Psychiater diese durch Furcht ausgelöste Form der Amnesie. Gemeinsam mit dem Journalisten Kuno Kruse begibt er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und findet eine von Schlägen und Vergewaltigung geprägte Kindheit in katholischen Heimen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 30.09.2010
Berührt und beeindruckt berichtet Rezensentin Elisabeth Wehrmann von diesem Buch, in dem der Stern-Reporter Kuno Kruse der Geschichte eines Mannes nachgeht, der eines Tages in Hamburg auftauchte und nicht mehr wusste, wer er war, wo er herkam und wie die einfachsten Dinge im Leben heißen. Dissoziative Amnesie nennen das Psychiater. Wie sehr Kruse die Begegnung mit diesem Mann erschüttert hat, spürte die Rezensentin in jeder Zeile dieses Buchs, das nacherzählt, wie der Mann wieder einen Namen, eine Identität und eine Geschichte bekam.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider…