Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Geld ist nicht das Problem in der New Yorker Familie Mactier-Zimbalist. George Mactier ist ein erfolgreicher Fernsehproduzent, seine Frau Lizzie Zimbalist hat sich als Besitzerin einer innovativen Softwarefirma einen Namen gemacht. Alles läuft prima in diesen ersten Monaten des neuen Jahrtausends: Georges neue Serie NARCS, eine Soap aus dem Drogenmilieu, bekommt tolle Quoten, und Lizzies Firma schreibt so gute Zahlen, dass sogar Branchengigant Microsoft ein begehrliches Auge auf sie geworfen hat. Da kommt George ein böser Verdacht: Offenbar steht Lizzie in engem Kontakt mit seinem Oberboss Harold Mose, und dieser Kontakt scheint nicht nur geschäftlicher Natur zu sein...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.11.2000
Fritz Göttler weist darauf hin, dass diesem Roman wegen seiner "Nähe zu VIP- und Klatschgeschichten" (vermutlich in den USA) "die literarische Qualität" abgesprochen wurde. Zu Unrecht, wie er offenbar findet. Denn gerade die fließenden Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantasie gefallen dem Rezensenten überaus, wobei es seiner Ansicht nach keine Rolle spielt, was wirklich ist und was nicht. Um dies genauer zu erklären, verweist Göttler auf den Protagonisten des Buch: "Nur dessen Wirklichkeit ist es, die am Ende zählt", findet der Rezensent. Zentraler Punkt in diesem Buch ist für Göttler das Überleben in Zeiten der neuen Medien und Technologien. So schildere der Autor die Auswirkungen eines Fakes, bei dem Hacker die Nachricht verbreitet haben, Bill Gates und Steve Ballmer seien beim Tauchen von Haien gefressen worden, was wiederum die Börsen und die Weltwirtschaft in eine Krise stürzt. Trotz aller Fantasy- und Überraschungsmomente bescheinigt Göttler dem Autor "klare Linien, (...) einfache Strukturen", was das Lesen offenbar nicht allzu chaotisch werden lässt.
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