Gab der erste Band von "Philosophie hat Geschichte " (2003) die einleitende "Beschreibung einer Denkart", die man "Historische Philosophie" nennen könnte, so argumentiert der Band 2 zu ihrer Begründung. Er widmet sich ausschließlich der Theorie der Philosophiehistorie; er enthält die mehrfach eingeforderte theoretische Basis der historischen Arbeiten von Kurt Flasch.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2006
Ein "wichtiges Buch" erblickt Thomas Ricklin im zweiten Band von Kurt Flaschs auf mehrere Bände angelegtem Werk "Philosophie hat Geschichte", der unter dem Titel "Theorie der Philosophiehistorie" erschienen ist. Er würdigt Flasch als "bekanntesten Spezialisten für mittelalterliche Philosophie und Philosophiegeschichte im deutschen Sprachraum". Bemerkenswert erscheint Ricklin das Bekenntnis des Autors, keine Gesetze der Philosophiegeschichte zu kennen, sowie die Weigerung, einen Anspruch auf Endgültigkeit zu erheben. Flasch betrachte die Philosophiegeschichte als konstruierte Erzählung und schreibe im Bewusstsein, dass der Historiker "selbst Anfang, Mitte und Ende seiner Geschichte wählt" (Flasch). Abschließend deutet Ricklin das Buch als Versuch, mittels Geschichten aus der Vergangenheit der Philosophie "gegenwartsbezogen" und "kombattant" für ein auch von philosophischen "Zwängen der Vergangenheit freieres Leben" (Flasch) zu streiten.
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