Aus einer friedlichen Protestbewegung hat sich in Syrien ein grausamer Krieg entwickelt. Schriftstellerinnen und Schriftsteller beschreiben in sehr persönlichen Beiträgen die eigenen psychischen und die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie seit Beginn der Revolution beobachten. Zugleich dokumentiert der Band, wie mittels Literatur, Theater, Fotografie und bildender Kunst neue Freiheitsräume ausgelotet werden und wie der friedliche Protest abseits der Kriegsschauplätze weitergeführt wird.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.02.2015
Rezensentin Angela Schader findet in dem von Larissa Bender herausgegebenen Essayband Texte, die der Unwissenheit und der Indifferenz im Umgang mit dem Krieg in Syrien entgegenwirken. Die 36 Beiträge von zumeist syrischen Intellektuellen, Künstlern, Aktivisten und Schriftstellern eröffnen ihr eine Vielfalt an Perspektiven und Innenansichten aus Syrien. So erfährt Schader Wissenswertes über die Manipulation von Minoritäten, Drusen und Kurden, bekommt einen Eindruck davon, wie der Konflikt Familien spaltet, lernt die Arbeit eines Verlags in Zeiten der Revolution kennen und die Ernüchterung Oppositioneller, die auf den Westen gebaut haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2014
Stefan Weidner zeigt sich tief berührt von dieser Anthologie mit Stimmen syrischer Zivilisten, Dichter, Reporter und Schriftsteller, Zeugen und Betroffenen des Krieges, die die Übersetzerin Larissa Bender herausgegeben hat. Kein Foto kann dem Rezensenten auf vergleichbare Weise vermitteln, was Vertreter der säkularen Opposition erleiden. Weidner lernt, wo die Fronten im Syrien-Konlikt verlaufen (zwischen Gewalt und Friedfertigkeit, Freiheit und Unfreiheit), dass das Recht des Stärkeren nicht gilt und der Westen nur zusieht. Aber er erfährt auch, wie stark der Widerstandswille ist und dass die Zivilgesellschaft lebt.
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