Unter Mitarbeit von Daniel Gerhardt, Lukas Haffert, Katharina Herrmann, Annekathrin Kohout und Noemi Schneider. Nach einem gemeinsamen Ausflug an die Isar fassen vier Frauen und vier Männer den Entschluss, die deutsche Gegenwartskultur auf den Prüfstand zu stellen. Sie sind Experten für Mode, Literatur und Kunst, für Theater, Essen und Musik, für die Politik, für Film und Fernsehen. Sie sind die unabhängigen Geister, die hierzulande so dringend gebraucht werden - und so selten geachtet. Herausgekommen ist eine Gegenwartsdiagnose, die es so noch nicht gegeben hat. Acht Nadelstiche gegen den deutschen Stumpfsinn, acht kritische Perspektiven auf ein Land an der Schwelle zu den neuen Zwanzigern.
Jens Uthoff schüttelt den Kopf angesichts der in diesem Band versammelten Kulturkritiken der Autoren Steinkopf, Leander, Tran, Quynh, Strauß, Simon et al. Die Intellektuellen-Salontradition, die hier gepflegt werden soll, hält er für ebenso altbacken wie die kulturkonservativen Gegenwartsdiagnostik der Autoren zu Pop, Politik, Film, Theater, Essen und Mode. Auch wenn nicht alles falsch, reaktionär und elitär klingt in Uthoffs Ohren, neu oder gar weiterführend sind die Befunde nicht, meint er.
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