Leo Just

Briefe an Hermann Cardauns, Paul Fridolin Kehr, Aloys Schulte, Heinrich Finke, Albert Brackmann und Martin Spahn 1923-1944

Cover: Briefe an Hermann Cardauns, Paul Fridolin Kehr, Aloys Schulte, Heinrich Finke, Albert Brackmann und Martin Spahn 1923-1944
Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783631389317
Kartoniert, 275 Seiten, 50,10 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Michael F. Feldkamp. Die veröffentlichten Briefe geben einen Einblick in den Überlebenskampf des katholischen Historikers Leo Just während der nationalsozialistischen Zeit. Die Edition von Briefen Justs an berühmte Historiker seiner Zeit wird durch eine Biografie, ein Verzeichnis des Nachlasses und ein vollständiges Schriftenverzeichnis ergänzt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2003

Das Wichtige an den Briefen von Leo Just war für den Herausgeber Martin F. Feldkamp - selbst noch wie Just in dem langen Schatten des konfessionellen Theologen Max Braubachs stehend, wie Rezensent Patrick Bahners berichtet - offenbar die "entwürdigende Unsicherheit" zu dokumentieren, in der Just sein Gelehrtendasein unter den Nationalsozialisten fristen musste. "Die Perspektive, in der Hitlers Machtübernahme von hier aus erscheint", kommentiert Bahners, "darf man bizarr nennen - als Ereignis, das daraufhin betrachtet wird" nämlich, "ob die von ihm ausgelöste Verschiebung" in der Wissenschaftsbürokratie "die Fertigstellung eines zweiten Bandes über die trierische Reichskirche zu fördern oder zu hemmen geeignet ist". Bahners selbst wählt in seiner Rezension eine ganz andere Perspektive: Er fragt sehr ausführlich, was der vorliegende Band zur aktuellen Debatte um die NSDAP-Parteimitgliedschaften einiger Professoren beitragen könne. Von hier aus kann Bahners dann loben, dass wir es Feldkamp zu verdanken hätten, an Just nun "das reine Exempel der Zeitfremdheit eines reinen Wissenschaftlers" studieren zu können.
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