Aus dem Russischen von Gisela Schulte und Marina Bordne. Seine Poesie betritt man wie einen Garten. Vor langer Zeit angelegt und sorgfältig durchdacht, später von seinem Gärtner verlassen. Leonid Aronson schreibt über ganz gewöhnliche Dinge, die ihn selbst und jeden von uns umgeben, aber er sieht sie verändert, verwandelt, denn "in Abwesenheit hat man ihm Wohnrecht im Paradies gegeben". Diese außergewöhnlich seltene Eigenschaft wurde von Nikolai Gogol als Poesie in Superlativen bezeichnet: "Je gewöhnlicher das Thema, desto größer soll der Dichter sein, um das Ungewöhnliche zu gewinnen und dabei soll dieses Ungewöhnliche eine absolute Wahrheit sein."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2009
Dass mit diesem Band einer der wichtigsten Lyriker der 60er Jahre in Leningrad auch für den deutschen Leser zugänglich wird, freut Kerstin Holm sehr. Paradiesische Weltwahrnehmung und Todessehnsucht, "Petersburger Schönheitskult" und "russische Armut" zugleich eröffnen ihr die in der zweisprachigen Ausgabe versammelten sechzig Gedichte. Die in klassische Metren gefassten, "sanft fließenden" Verse, Liebeshymnen und Wortgärten eint laut Holm ein Streben ins Unendliche. In "einem der schönsten Gedichte" geht der Dichter auf Seelenfang und wirft das "Netz seiner Worte" aus ins Schweigen.
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