Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.06.2001
In höchsten Tönen lobt Christian Gasser den französischen Comic-Zeichner und -Texter Lewis Trondheim, den er für den wahren Star der Pariser Comic-Szene hält. Für einen erstaunlichen Star, denn vor zehn Jahren konnte der heute Mittdreißiger nicht einmal eine Knollennase zeichnen, informiert der Rezensent, und hat trotzdem inzwischen mehr als 50 Alben veröffentlicht, in denen er "mit verblüffender Rasanz und nachgerade beängstigender Produktivität Zeichenstile, Erzählweisen und Genres vervielfältigt hat", ist der Rezensent überzeugt. "Approximative Continuum Comics" ist für Gasser eine "enorm" elegante autobiografische Erzählung, verfasst von einem Autor, der einen "bestechenden" Sinn für Rhythmus, lange Bögen und belebende Brüche hat. Das ist intelligentes Comic-Vergnügen, ein Kunststück, in dem ein Autor mit "gnadenloser Selbstironie" über sich und seine Schwächen nachdenkt, lobt der Rezensent und kann nicht umhin, seine Begeisterung auf für die vielen anderen Comics von Trondheim ("Herrn Hases haarsträubende Abenteuer", diverse Bände sind im Carlson-Verlag erschienen) kundzutun. Der Rezensent kann Trondheim nur empfehlen, und zwar allen Lesern zwischen 7 und 77.
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