Herausgegeben von Ann-Christine Mecke, Martin Pfleiderer, Bernhard Richter und Thomas Seedorf. Erstmals widmet sich ein Nachschlagewerk von enzyklopädischer Dimension dem ältesten Musikinstrument der Menschheitsgeschichte: der menschlichen Stimme.
Vielseitige Zugänge schaffen ein detailliertes Bild:
Physiologische Gesichtspunkte wie die Anatomie der (Gesangs-)Stimme und der Stimmbildung werden im Lexikon ebenso ausführlich behandelt wie die unterschiedlichen Stimmtypen und Gesangstechniken. Großer Stellenwert kommt auch Fragen der Gesangspädagogik und der Vortragslehre des Gesangs zu - genauso wie den Entwicklungen des Chorwesens und der Kirchenmusik.
Die Sachartikel werden ergänzt durch Artikel zu ausgewählten Sängerinnen und Sängern, deren Wirken als beispielhaft oder schulbildend für einen Stil oder eine Epoche gelten kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2016
Jürgen Kesting bekommt mit dem "editorisch akribisch" betreuten Lexikon der Gesangsstimme ein für Sänger, Lehrer, Dirigenten und nicht zuletzt Rezensenten unverzichtbares Handbuch. Die 796 Artikel erfassen für ihn den Wissensstand unterschiedlicher Disziplinen zur Beschreibung und Bewertung der Stimme aus Musiktheorie, Gesangspädagogik, Anatomie, Musikermedizin. Kesting lernt den Begriff "Belcanto" kennen, eine historische Einordnung des Wagner-Gesangs und die verschiedenen Stimmtypen. Dass die im Band vorgestellten Opern- und Liedinterpreten fast alle aus der Zeit vor 1945 stammen, findet er schade. Umso erfreuter zeigt sich der Rezensent darüber, dass Sänger wie Ella Fitzgerald, Peter Alexander und Udo Lindenberg in den Band aufgenommen wurden.
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