Römer waren sie bald alle, die in der Kaiserzeit ihre Freunde zum Gastmahl baten, doch was man in der Provinz Asia servierte, war etwas völlig anderes als in Achaea. Während ein Hausherr in Rom vielleicht einen Gang mit Taubenbrust auftragen ließ, servierte ein reicher Bewohner Siziliens Meerbarben; wenn man allerorten besonders die in Hispania hergestellte Fischsauce garum schätzte, so leckte man sich nicht weniger die Finger nach dem Numidischen Huhn, wie man es in der Provinz Africa zuzubereiten verstand. Welche Pflanzen in den entlegensten Winkeln des römischen Reiches angebaut wurden, welche Tiere man hielt und welche man jagte und wie aus all den Herrlichkeiten die köstlichsten Speisen wurden - und auch heute noch werden können - wird in diesem Buch anschaulich und unterhaltsam geschildert.
Rezensent Holger Kreitling lernt eine ganze Menge mit dem Kochbuch der Althistorikerin Linda-Marie Günther. So ein Buch über die Küche der alten Römer ist für den Rezensenten wie Fantasy, halb Ekstase, halb Grusel. Auch wenn solche Schinken, pardon Bücher über das Kochen mit Cäsar nicht selten sind, wie Kreitling weiß, und das Nachkochen schon wegen der fehlenden Zutaten (Silphium!) nicht einfach ist, was durch den Gourmet Marcus Apicius so alles der Nachwelt überliefert wurde und hier nachzulesen ist, meint er, ist höchst interessant und vermittelt nicht zuletzt einen Eindruck vom römischen Gesellschaftsleben.
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