Mit 15 beginnt Matilda ihre Ausbildung in der Stadt. Sie ist überglücklich. Einige Jahre später weiß niemand mehr, wo sie sich aufhält. Rastlos walzt sie umher. Von Ort zu Ort, von Kontinent zu Kontinent. Durch ein schicksalhaftes Zusammentreffen in Wales führt sie ihr Weg wieder nach Zürich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2001
Etwas oberflächlich findet Christine Weder den als Kurzroman angekündigten Text, der die Leser, an die Hand genommen von der Titelheldin Matilda, durch das Zürich der Vergangenheit und Gegenwart führt. Wo es um Zürich geht, verhalte sich der Autor nicht besonders einfallsreich, lässt die Rezensentin verlauten. Da gebe es die richtige und die falsche Seite vom Zürichberg, die beschriebenen Cafés und Verlagshäuser kämen einem nur allzu bekannt und vertraut vor. Mit anderen Worten: nicht viel Neues oder gar Ungewohntes. Angenehmerweise funke manchmal die Erzählerin alias Matilda dazwischen, meint Weder, und immer wenn von ihr die Rede ist, erhalte der Text widersprüchliche Qualitäten. Blöderweise, muss man mit Weder sagen, kehrt Matilda immer wieder nach Zürich zurück.
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