Geboren 1913 als Sohn eines jüdischen Fabrikanten in Dortmund, wuchs Muensterberger in die turbulenten Jahre der Weimarer Republik hinein, besuchte die Odenwaldschule, studierte Ethnologie und Kunstgeschichte und gelangte in die Künstlerbohème von Amsterdam und Monte Verità, die ihn für sein Leben prägen sollte. Eine Freundin rettete ihm das Leben, indem sie ihn jahrelang in ihrem Amsterdamer Haus vor der Gestapo versteckte. Nach dem Krieg emigrierte er in die USA, arbeitete als Psychoanalytiker und lehrte als Professor für Ethnopsychatrie in New York. Dort begründete er nicht nur seine bedeutende Sammlung afrikanischer Kunst. Er gehörte, bis zu seinem Tod 2011, zu den schillernden Figuren der intellektuellen Szene.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2013
Drei Bücher in einem liest Niklas Maak in dieser Biografie über den Psychoanalytiker und Kunstsammler Werner Muensterberger, die die Journalistin Lisa Zeitz anhand einer langen Reihe von Gesprächen verfasst hat. Neben der bewegten Lebensgeschichte des in die USA emigrierten Muensterberger, Freund von Chatwin und Warhol, Analytiker von James Dean und Brando und einem Epochenbild des 20. Jahrhunderts ist das Buch laut Maak eine Einführung in die Geschichte der "primitiven" Kunst, deren intimer Kenner Muensterberger auch war.
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