Aus dem Englischen von Katharina Diestelmeier. In der dunkelsten Stunde der Nacht, wenn alles still ist, schleichen sie leise in die Häuser: Traumbringer. Allerkleinste ist eine von ihnen; sie ist noch ganz winzig und die ersten Menschen, denen sie Träume einhauchen darf, sind John und die alte Frau. Ganz vorsichtig, damit sie nicht aufwachen! Aber es gibt auch noch die Düsterrösser, die die Albträume bringen. Und schon bald wird es immer wichtiger, John mit schönen Träumen zu stärken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2008
Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel ist sehr angetan von der neuesten Arbeit der Kinderbuchautorin Lois Lowry. Optisch wirkt das Buch ihrer Meinung nach eher wie ein "romantisches Märchen" als die Art "spannender Lektüre", für die die Autorin bekannt ist. Doch anders als in den meisten Märchen sind die Figuren in Lowry "Traumbringer" mit "psychologischem Feingefühl und viel Zärtlichkeit gezeichnet". Die Hauptfigur, deren Aufgabe es ist, Menschen schöne Träume zu bringen, ist nach Einschätzung der Rezensentin sehr überzeugend und, wie sie versichert, völlig frei von Kitsch.
Einfach "zauberhaft" findet Rezensent Siggi Seuss dieses amerikanische Märchen über die Siedlung der Traumbringer und ihre "klitzekleinen" Bewohner. Mit einiger Begeisterung ist er besonders der Allerkleinsten von ihnen gefolgt, bei der es sich, wie man erfährt, um die Heldin dieses Kinderbuchs handelt, bei dessen Vorlesung der Rezensent das Flüstern empfiehlt, um die "zarten Wesen" um die es hier gehe, nicht aufzuschrecken. Geradezu entzückt ist der Rezensent von der Zartheit, mit der hier Dinge an den Rändern zwischen Tag und Traum verhandelt werden. Aber auch die Art und Weise, wie hier insgesamt mit kindlicher Schlaflosigkeit umgegangen wird.
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