Aus dem Englischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. Ein geheimnisvolles Testament führt Armand Gamache zu einem verlassenen Bauernhaus. Zusammen mit Myrna, der Buchhändlerin von Three Pines, und einem jungen Mann ist er zum Nachlassverwalter einer gewissen Bertha Baumgartner bestimmt worden. Wer war diese verschrobene Frau, die von allen "Baronin" genannt wurde, aber als Putzfrau arbeitete? Ihren drei Kindern hat sie je 5 Millionen Dollar hinterlassen, die es allerdings nur in ihrer Fantasie gab. Wenig später wird eine Leiche in dem verfallenen Haus gefunden. Zeit für die Ermittlungen hat Gamache eigentlich nicht, obwohl er als Chef der Sûreté du Québec suspendiert ist. Denn Gamache hat zwar das größte Drogenkartell zerschlagen, dabei aber die Justiz manipuliert. Noch schlimmer ist allerdings, dass nicht das ganze Lager des Kartells sichergestellt werden konnte. Wie kann Gamache verhindern, dass der Stoff in Montréal seine tödliche Wirkung entfaltet, ganz ohne sein Team von der Sûreté? Für Gamache beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit - auf einem einsamen Weg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.11.2019
Rezensentin Sylvia Staude warnt davor, sich von den "Reiseführer"-Covern der Louise-Penny-Krimis abschrecken zu lassen: Dafür sind ihre Bücher einfach zu gut, meint sie - und zieht den Vergleich mit der Französin Fred Vargas. Denn auch Penny vermöge herrlich "verschrobene" Figuren und gruselige Atmosphären zu erschaffen. Den neuen Fall um Armand Gamache, Chief Superintendent in Quebec, liest Staude als Fortsetzungsroman zu "Hinter den drei Kiefern": Hier folgt sie dem Ermittler nicht nur weiterhin bei seiner Recherche im Drogenmilieu, sondern liest auch gebannt, wie Gamache den letzten Willen einer Putzfrau hinterfragt, die ihm, einer Psychologin und einem Handwerker Millionen und ein Haus in Wien vermacht hat. Ein "starkes Gesamtpaket", schließt Staude.
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