Aus dem kanadischen Englisch von Sepp Leeb. Carnaval de Québec, der größte Winterkarneval der Welt. Es ist bitterkalt - und überwältigend schön. Chief Inspector Gamache ist jedoch nicht wegen der Festlichkeiten in die Stadt gekommen. Er muss sich von einem verhängnisvollen Einsatz erholen: Bei einer Schießerei auf einem verlassenen Fabrikgelände wurde nicht nur Gamache selbst schwer verletzt, es sind auch mehrere seiner Männer ums Leben gekommen. Gamache sucht Ablenkung bei seinem Freund und ehemaligen Mentor Émile Comeau, geht mit seinem Hund spazieren, isst hervorragend und sitzt stundenlang in der Bibliothek der Literary and Historical Society in der Altstadt. Als im Keller der Bibliothek eine Leiche gefunden wird, steckt Gamache schnell mitten in den Ermittlungen. Das Opfer, der als verrückt verschriene Hobbyarchäologe Augustin Renaud, war besessen davon, die sterblichen Überreste des Gründers von Québec zu finden. Aber kann das Geheimnis um Samuel de Champlains Grabstätte so schrecklich sein, dass jemand deswegen einen Mord begeht? Unterdessen erhält Gamache sorgenvolle Post aus Three Pines: Ein Dorfbewohner sitzt wegen Mordes hinter Gittern, und wer, wenn nicht Gamache, könnte den Fall neu aufrollen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.12.2020
Rezensentin Sylvia Staude fühlt sich von Louise Pennys neuem Kriminalroman gut unterhalten. In seinem sechsten Fall untersucht Inspector Gamache in Québec den Mord an einem Hobbyforscher, der über den Tod des Gründervaters von Québec, Samuel de Champlain, recherchierte. Staude lobt, wie die anglo-amerikanische Autorin dabei die kleinteiligen Ermittlungen perfekt mit Action ausbalanciere, und freut sich, in einer Nebenhandlung mit Gamaches Partner Beauvoir Orte und Figuren aus den Vorgängerbänden wiederzutreffen. Zwar kein "hochliterarischer", aber dennoch ein differenzierter, spannender und sehr "atmosphärischer" Roman, der nebenbei noch unterhaltsam über die Geschichte Québecs und Rivalitäten zwischen Franko- und Anglo-Kanadiern aufkläre, lobt die Kritikerin.
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