Zohran Mamdani - Wer ist New Yorks neuer Bürgermeister und was kann er in Trumps Amerika erreichen? Mit Leidenschaft, einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn und viel Mut stellt ein junger Aktivist die Politik auf den Kopf. Kaum jemand glaubte an seinen Wahlsieg, denn Zohran Mamdani passt nicht in den Mainstream der Demokraten: Zu jung, zu links, zu unbekannt sagten die Skeptiker. Heute ist er Bürgermeister von New York, der erste Muslim in der Geschichte der Stadt, gewählt in einer Ära, in der Altbewährtes bröckelt. Dieses Buch begleitet den 34-Jährigen vom Wahlkampf bis ins Rathaus und erzählt die Geschichte eines Politikers, der Konventionen bricht und genau dadurch überzeugt. Es öffnet Türen zu einem New York, das Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen verbindet, und zeigt eine Stadt, die sich von Drohungen aus Washington nicht einschüchtern lässt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.06.2026
Dass Luzia Geier dem Subjekt ihrer Biografie, Zohran Mamdani, "als Gefühl" begegnet, ist für Rezensentin Viola Schenz genau das Problem an der ganzen Sache: Ihr ist das Buch viel zu unkritisch. Nicht nur, dass die Autorin den New Yorker Bürgermeister offenbar nie persönlich getroffen habe, sie übernehme auch eins zu eins seine medienwirksame Inszenierung. Mamdani wird Schenz als "sozialistischer Superheld" präsentiert, seine Familie als besonders liebevoll und er als gerechter Aktivist - ob sein Pro-Palästina-Einsatz so harmlos ist, wie er scheint oder was es mit dem Reichtum seiner Familie auf sich hat, kann sie aus dem Buch nicht erfahren. So ist die Biografie keine journalistischen Standards genügende Auseinandersetzung, sondern Fan-Girl-Gehabe, moniert die enttäuschte Kritikerin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2026
Freundlich bespricht Rezensentin Frauke Steffens Luzia Geiers Buch über Zohran Mamdani. Das wiederum freundlich auf den umstrittenen Bürgermeister New Yorks blickt - beziehungsweise die Geschichte seiner Wahl aus der Sicht von Mamdani-Unterstützern nachzeichnet. Aus dieser Perspektive ist Mamdani einer, der gewählt wurde, weil er die steigenden finanziellen Sorgen vieler New Yorker ernst genommen und oft benachteiligte Minderheiten wie etwa Muslime für sich gewonnen hat. Die Kritik an Mamdani zum Beispiel in Form von Antisemitismusvorwürfen wird von Geier ebenfalls "ausführlich" behandelt, allerdings, das gefällt Steffens weniger gut, hat sich Geier kaum mit den Kritikern selbst unterhalten, immerhin kommt Jacob Kornbluh vor, ein Journalist des jüdischen Magazins "Forward", wie wir lesen. Die Rezensentin schätzt an diesem Buch vor allem, dass es Einblick in die Lebenswelten ganz normaler New Yorker auch außerhalb Manhattans liefert.
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