Aus dem Tschechischen von Kathrin Janka. Wer war eigentlich Felice Bauer, mit der Franz Kafka zweimal verlobt war und der er über fünf Jahre lang Hunderte von Briefen schrieb?Die Literaturwissenschaft hat sich nie mit ihr befasst, über ihr Leben nach dem Bruch mit dem Prager Schriftsteller ist wenig bekannt. Sie heiratete, bekam zwei Kinder und emigrierte mit ihrer Familie nach Amerika. Vierzig Jahre bewahrte sie die Briefe des Mannes auf, der sie verlassen hatte.Die Autorin machte sich 2010 auf die Suche nach Felices Spuren in den USA. Sie begegnete deren Sohn und seiner Familie und schuf aus diesen Eindrücken ein Buch, das nicht nur von Felice Bauer handelt, sondern auch von anderen Menschen, die Kafka nahestanden: Grete Bloch, Ernst Weiss, Max Brod und Salomon Schocken. Und auch der angebliche Sohn Franz Kafkas spielt eine Rolle …
Ein dichtes, reichhaltiges Buch zwischen Fakten und Dichtung hat Magdalena Platzová laut Rezensentin Olga Hochweis geschrieben. Es widmet sich Felice Bauer, der Geliebten Franz Kafkas, und es rückt das Bild, das die Kafka-Forschung von dieser Frau gezeichnet hat, gerade, erläutert Hochweis. So erfährt die Rezensentin etwa, weshalb Bauer Kafkas Briefe schließlich doch verkauft hat. Platzová präsentiert jedoch nicht nur Ergebnisse ihrer langjährigen Kafka- und Bauer-Forschungen, sondern dringt immer wieder in die fiktive Gedankenwelt Bauers ein. Und nicht nur in diese, auch das Innenleben einer anderen Kafka-Freundin, Grete Bloch, breitet dieses Buch, das letztlich Romanform annimmt, vor uns aus. Verschiedene Erzählformen und auch Zeitebenen geraten hier in produktiver Weise durcheinander, freut sich Hochweis, tatsächlich lässt Platzová auch Autobiografisches einfließen. Ein tolles Buch über Felice Bauer ist hier am Ende gerade deshalb entstanden, meint die Rezensentin, weil die Autorin gar nicht vorgibt, die letztendliche Wahrheit über diese Frau herausgefunden zu haben.
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