Aus dem Amerikanischen von Harriet Fricke, Susanne Goga-Klinkenberg und Sylvia Spatz. Marian Graves ist ein Wildfang von Kindesbeinen an. Im heimatlichen Montana sucht sie stets das nächste Abenteuer und scheut keine Gefahr. Besonders angetan hat es ihr das Fliegen - sie träumt davon, über den Wolken zu schweben. Aber um ihr Ziel zu erreichen, muss sie Hindernisse meistern und Opfer bringen. 1950 startet Marian den Versuch, als erste Person die Erde in der Längsachse zu umrunden. Doch in der Antarktis verschwindet sie und lässt nur ein Logbuch zurück. 2014 verkörpert die skandalerschütterte Hollywoodschauspielerin Hadley Baxter die Rolle der zum Mythos gewordenen Marian Graves und begibt sich auf die ganz eigene Spurensuche dieser ungewöhnlichen Frau.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.09.2022
Rezensentin Petra Pluwatsch empfiehlt den Roman von Maggie Shipstead über die Lebensgeschichten zweier starker Frauen: der Pilotin Marian Graves und der Hollywood-Diva Hadley Baxter. Auch wenn der Schwerpunkt laut Pluwatsch auf der Biografie der "fiktiven Pilotin" liegt, gelingt es der Autorin laut Rezensentin, die beiden Karrieren überzeugend und unterhaltsam miteinander zu verbinden. Wechselnde Perspektiven, eine üppige Erzählweise und Handlungsorte wie die Antarktis, Hollywood und Alaska machen die Lektüre für Pluwatsch aufregend. Ein starkes Buch über den Mut und die Energie von Frauen in einer Männerwelt, meint sie.
Rezensentin Bettina Baltschev hält Maggie Shipsteads Roman über die Piloton Marian Graves und die Hollywood-Schauspielerin Hadley Baxter und ihre Faszination für Graves für einen "tolles, facettenreiches" Buch. Mit ihren beiden Protagonistinnen, deren Leben und Wirken vor und während des Zweiten Weltkrieges die Autorin über eine weite Strecke parallel erzählt, nimmt Shipstead laut Baltschev zwei emanzipierte Frauen in den Blick. Wie großes Abenteuerkino liest sich das laut Rezensentin, spannend, ergreifend und sprachlich elegant.
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