Aus dem Amerikanischen von Ann Cotten. Mit Abbuildungen. Legacy Russell beschreibt wie Ethnizität, Klasse, Gender und Sexualität Identitätsbildungen affizieren. Der Glitch als technische Fehlfunktion, Bruchstelle im Interface, Unbehagen an und in der Maschine, wird zum Ausgangspunkt um singuläre Identitäten in kollektive Vernetzungsformen umzugestalten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.03.2022
Rezensent Samir Sellami empfiehlt die "Essay-Performance" der Kunsttheoretikerin und Kuratorin Legacy Russell als überzeugendes Update gegenwärtiger "Kunstbeschreibungsprosa" und gelungene Darstellung der Internetkultur. Auch wenn die Autorin Sellami bei ihrem Ritt durch feministische Theorie, Gegenwartskunst und Onlinehabits und bei ihrem Versuch, den Körper von seinen mannigfachen Zurichtungen und der Kontrolle durch die Algorithmen zu befreien ideengeschichtlich nicht immer überzeugt, findet der Rezensent Russells Aufbegehren gegen "Identitätskunst" und ihr Eintreten für "Glitchen als Lebensform" hörenswert.
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