Mit 39 SW- und 8 Farbabildungen und 8 Tabellen. Der Band präsentiert die erste systematische Analyse von Pegida auf der Basis der vorliegenden empirischen Studien. Ausgehend von eigenen Untersuchungen und Beobachtungen wird die Entwicklung der Bewegung rekonstruiert, die im Herbst 2014 in Dresden entstand und nationales und internationales Aufsehen erregte. Dabei werden Organisatoren, Positionen, Vernetzungen, Kundgebungen, Demonstranten sowie die Reaktionen von Politik, Medien und Gesellschaft analysiert und die Befunde in einer umfassend angelegten Untersuchung mit Erkenntnissen der politischen Kulturforschung zusammengeführt. Pegida erweist sich als eine Protestbewegung neuen Stils, eine rechtspopulistische Empörungsbewegung, die fremdenfeindliche und islamkritische Ressentiments mobilisiert und dabei grundsätzliche Vorbehalte gegenüber den politischen und medialen Eliten zum Ausdruck bringt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.01.2016
Dieses Buch ist weder das erste noch das letzte zum Thema Pegida, da ist sich Rezensent Bernhard Honnigfort sicher. Die derzeitige Virulenz der Bewegung will der Rezensent mit dem Verweis darauf verdeutlichen, dass Hans Vorländers Buch bei seiner Präsentation bereits ausverkauft gewesen sei. Der Autor, ein Dresdner Politikwissenschaftler, steht dem von ihm als "rechtspopulistische Empörungsbewegung" bezeichneten Phänomen selbst "einigermaßen fassungslos" gegenüber, bemerkt Honnigfort. So fällt ihm und seinem Autorenteam die Beschreibung von Pegida noch leicht, eine Deutung will ihm dagegen - trotz der Ankündigung im Buchtitel - nicht so recht gelingen, bedauert Honnigfort. Das liegt seiner Meinung nach aber auch daran, dass die Pegida-Führung nicht für Fragen zur Verfügung stand und die Arbeit am Buch bereits im Sommer 2015 beendet war.
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