Aus dem Amerikanischen von Evelyn Barth. Malcolm Sylvers' Buch, zuerst in Italien erschienen, reicht bis George W. Bush jun. und behandelt: Die neoliberale Umstrukturierung der Wirtschaft und die gesellschaftliche Spaltung mit ihren bislang unbekannten Dimensionen von Reichtum wie Armut; das politische System, die Parteien, das Rechts-Links-Schema; die Auswirkungen des 11. September; die Außenpolitik, die auch in ihren bisweilen pathologischen Zügen als Ergebnis interner Kräfteverhältnisse verstanden wird, deren Akteure an internationalen Konsequenzen häufig weniger interessiert sind als an innenpolitischen, regionalen, oft sogar rein lokalen Interessen. Abschließend lotet Sylvers die Chancen demokratischerer und weniger gewaltorientierter Perspektiven sowie aktueller sozialer Bewegungen aus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.05.2003
Ein äußerst brauchbare Analyse der wirtschaftlichen und damit auch der politischen und militärischen Situation der USA hat Malcom Sylvers hier nach Ansicht des Rezensenten Frank Niess abgeliefert. Das Buch ist so gründlich recherchiert und gut gegliedert, "dass es auch als Einführung in die Zeitgeschichte und das politische System der USA gelesen werden kann". Der Autor ist "marxistisch inspiriert" und überzeugt, dass die USA "die strukturelle Macht besitzen, um ihre hegemoniale Stärke zu bewahren" - auch wenn diese Bemühungen ihren sozialen Preis haben, in den USA und weltweit, so Niess weiter. Dennoch sei Sylvers auch offen für die positiven Aspekte der US-Wirtschaft, zum Beispiel für ihre "Dynamik".
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