Aus dem Französischen von Anna und Wolf Heinrich Leube. Mit Bildern, zahlreichen Grafiken und über 120 Karten. Vom Ukrainekrieg über den Nahostkonflikt bis zur Krise in der Sahelzone, von der Grenzfrage und der gesellschaftlichen Spaltung in den USA bis zu Chinas Griff nach der Vorherrschaft im Indopazifik - die Macher der Arte-Sendung "Mit offenen Karten" Émilie Aubry und Frank Tétart führen uns in ihrem Atlas überall dorthin, wo im 21. Jahrhundert die entscheidenden Konflikte über Land, Ressourcen und die Zukunft der Demokratie stattfinden. Sie durchstreifen die Kontinente und berichten von den wichtigsten geopolitischen Umwälzungen der Gegenwart. Die Rückkehr des Krieges in Europa und im Nahen Osten hat gezeigt: Geopolitik geht uns alle an. Was heute an einem bestimmten Ort der Welt passiert, kann der Rest nicht mehr ignorieren - ob mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das Klima, die Gesundheit, die Energieversorgung, die Ernährung oder die Verteidigung. Autoritäre Mächte wie China, Russland oder Iran zeigen ihre Feindseligkeit gegenüber westlichen Demokratien immer offener, die Gefahren regionaler Flächenbrände nehmen genauso zu wie die Wahrscheinlichkeit eines großen Konflikts von globalen Ausmaßen. Wo liegen die wichtigsten Krisenherde der Welt? Dieser einzigartige Atlas klärt auf anschauliche und prägnante Weise auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2024
Rezensentin Julia Anton blättert in dem geopolitischen Atlas von Emilie Aubry und Frank Tétart und stellt fest: Der Band ist eine gute Einführung in die Krisenherde der Welt. Die beiden Autoren verstehen es laut Anton, zu raffen und zu vereinfachen und in prägnaten Überblickstexten Wissenswertes zu 28 Konfliktorten von Jerusalem über Riad und von Gotland bis nach Venezuela anzubieten. Für ein grundsätzliches Verständnis einiger der wichtigsten und womöglich wirkungsmächtigsten Geschehnisse unserer Zeit genügt der Band, findet Anton. Wer mehr wissen möchte, kann von hier aus weiterrecherchieren oder Artes "Mit offenen Karten" schauen, das die beiden Autoren mitverantworten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2024
Rezensent Werner Hornung blättert interessiert, aber nicht restlos überzeugt durch dieses Buch von Émilie Aubry und Frank Tétart, das mehr als 100 Karten aus aller Welt zeigt, anhand derer geopolitische Konflikte dargestellt werden. Entlang einer groben geographischen Gliederung werden die verschiedenen Erdteile abgearbeitet - zu einem kompletten Überblick über den gesamten Globus fügen sich die Darstellungen jedoch laut Hornung nicht. In der deutschen Ausgabe finden sich außerdem einige Flüchtligkeitsfehler, moniert der Rezensent, der andererseits lobend die Abschnitte hervorhebt, die sich der Bedeutung Chinas für die Welt der Gegenwart widmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.07.2024
Rezensent Arno Widmann stößt in dem von Emilie Aubry und Frank Tetart in Ko-Produktion mit arteEDITIONS herausgegebenen Band auf Fragen, die er sich so nie gestellt hat. Widmann ist begeistert von der Fülle an Informationen im Band, von den mehr als 130 bunten Karten und den Themen von Putins Krieg über die Nuklearmacht Nordkorea bis zum Klimawandel. Besonders beeindruckt hat ihn an diesem an die TV-Sendung angelehnten geopolitischen Atlas eine Karte, die dicht besiedelte Gebiete in den USA zeigt. Vieles, was man weiß, wirkt noch mal ganz anders, sieht man es schwarz auf weiß, staunt Widmann.
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