Die Sozialstaatsgeschichte seit dem 2. Weltkrieg ist das Thema dieses elfbändigen Werkes. Namhafte Fachvertreter verschiedener Wissenschaftsdisziplinen und andere ausgewiesene Fachautoren gehen der Frage nach, welche Bedeutung die Sozialpolitik für die Bundesrepublik und die DDR hatte, zeigen die Ausgangssituation 1945, die unterschiedlichen Wege in der Zeit der Teilung und die Rolle der Sozialpolitik bei der Wiedervereinigung auf. Das Gesamtwerk umfaßt 11 Bände, wobei die Bände 2-11 jeweils eine CD-ROM mit den dazugehörigen Dokumenten beinhalten. Band 1 eröffnet die Reihe mit den Grundlagen der Sozialpolitik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2006
Andreas Rödders Besprechung geht die Entwarnung voraus, dass es sich bei dem noch unter Kohl angestoßenen Projekt der "Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland seit 1945", dessen siebter Band nun vorliegt, nicht um Affirmation, sondern um kritische Wissenschaft handelt. Rödder schätzt den "gut erschlossenen" Reichtum des Bandes mit seinen 17 Einzelbeiträgen (plus CD-ROM) und seine Differenziertheit, die, wie er meint, die positive Konnotation der Bandüberschrift konterkariert. Auf der Suche nach Verbindung Stiftendem wird Platthaus dennoch fündig: Für ihn ergeben die Beiträge schließlich die Bilanz einer "gemäßigten Politikwende", keiner echten Strukturreform.
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