Hier der Kunstsammler, dort der Wildbeuter vom Typus "Jäger und Sammler": Manfred Sommer beschreibt, wie beide Figuren sich in einem Schema zusammenführender Wege bewegen, um dadurch vieles, das zerstreut war, an einem Ort zusammenzutragen; und wie wir, ob Briefmarkenfreund oder Pilzesucher, es ihnen gleichtun.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Burkhard Spinnen ist begeistert. Manfred Sommer, Schüler von Hans Blumenberg, habe da einen "philosophischen Handstreich" vorgelegt, das Alltagsphänomene für einen philosophischen Versuch über den Menschen nutze. Denn bei Sommer, der ganz aus sich heraus philosophiere, ganz ohne Fußnoten und Anmerkungen, bleibt der Mensch ein Sammler, selbst nach seiner Sesshaftwerdung, so Spinnen. Das Buch selbst erscheine als eine "Sammlung" kurzer in sich geschlossener Prosastücke. "Exakte Beschreibung" sei dabei Sommers Leidenschaft. Spinnen lobt auch Sommers Umgang mit der Etymologie von Wörtern wie Lesen, Zählen, Sammeln, der "zart" sei, also niemals heideggerisch forciert.
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