Mit Glossar und Nachwort. Fritz verbringt die Sommerferien im Lebensborn, wo sein Vater leitender Arzt ist. Durch ihn weiß Fritz Bescheid: dass die Juden schlecht sind und die arische Rasse schnell vermehrt werden muss. Doch dann kommen ihm allmählich Zweifel, schließlich ist seine große Liebe Maria ganz anderer Meinung. Als Aniela, Marias ältere Schwester, ihr behindertes Kind nach der Geburt abgeben soll, muss Fritz eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.01.2011
Insgesamt zufrieden zeigt sich Ralf Husemann mit Manfred Theisens historischem Jugendroman "Ohne Fehl und Makel". Die Geschichte eines Jungen in einem Lebensborn-Heim, dessen Vater leitender Arzt in diesem Heim ist, scheint ihm realistisch erzählt, genau recherchiert und durchaus spannend. Die Naivität und Begriffsstutzigkeit des Jungen, der erst allmählich die Wahrheit dieser Zuchtanstalt begreift, geht ihm allerdings ein wenig auf die Nerven. Durch die "literarische Fiktion", aus der Sicht eines Zeitzeugen zu erzählen, wirkt das Buch zunächst auf ihn auf den ersten 200 Seiten fast wie eine "rechtsradikale Schrift". Er verweist auf die Anmerkungen im Anhang des Buchs, die über die tatsächlichen Verhältnisse im "Dritten Reich" aufklären. Andererseits scheint ihm diese Methode durchaus nicht unklug. So bescheinigt er dem Autor, im Blick auf das Zielpublikum des Buchs (Jugendliche ab dreizehn Jahren) "aufklärerische Raffinesse", vermittelt das Buch doch deutlich die Manipulation des Protagonisten, dem es lange schwer fällt die grausame Realität anzuerkennen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 18.11.2010
Tief in die Abgründe des ideologischen Wahns der Nationalsozialisten blicken kann man aus Sicht von Rezensentin Katrin Hörnlein mit Hilfe dieses spannend geschriebenen Jugendromans. Autor Manfred Theisen habe das schwierige Thema der Rassen-Züchtungseinrichtung "Lebenssborn" gewählt, um sein Thema zu entfalten. Hauptfigur Fritz lebt in einem solchen Heim, wo sein Vater, ein überzeugter Nazi, als Arzt tätig sei, lesen wir. Langsam lernt Fritz verstehen (und ablehnen), was in diesem Heim vor sich geht. Die Rezensentin ist beeindruckt und würde das Buch auch als Schullektüre empfehlen.
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