Mareice Kaiser

Das Unwohlsein der modernen Mutter

Cover: Das Unwohlsein der modernen Mutter
Rowohlt Verlag, Hamburg 2021
ISBN 9783499003493
Kartoniert, 256 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Versorgerin, Businesswoman, Mom I'd like to fuck - Mütter sollen heute alles sein. Dass darunter ihr Wohlbefinden leidet, ist kein Wunder. Mareice Kaiser, Journalistin und selbst Mutter, stellt immer wieder fest: Das Mutterideal ist unerreichbar und voller Widersprüche. Nichts kann man richtig machen und niemandem etwas recht. Mutterschaft berührt dabei, natürlich, jeden Lebensbereich: Denn egal, ob es um Arbeit, Geld, Sex, Körper, Psyche oder Liebe geht - Stereotype, Klischees und gesellschaftlichen Druck gibt es überall, auf Instagram, im Bett und im Büro. Mareice Kaiser zeigt, wo Mütter heute stehen: noch immer öfter am Herd als in den Chefetagen. Und, wo sie stehen sollten: Dort, wo sie selbst sich sehen - frei und selbstbestimmt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 30.04.2021

Rezensentin Eva Biringer findet toll, wie die Journalistin und Mutter eines an einem Chromosomenfehler verstorbenen und eines nun 7-jährigen Kindes die Zumutungen des "mom game" offenlegt. Nach einem etwas gesuchten Einstieg findet die Rezensentin es spannend, wie Kaiser ihr Leben als Schriftstellerin, Herausgeberin des feministischen Frauenmagazins "Edition F" und Mutter zwischen Home-Schooling, nächtlichen Schreibeinheiten und Depressionen beschreibt und die Vernachlässigung des Themas in der aktuellen Corona-Politik anprangert. Anders als Orna Donath ("Regretting Motherhood") empfindet Kaiser ihre Mutterschaft an sich allerdings als ein Geschenk und hält nur den gesellschaftlichen Umgang damit für falsch, betont die Rezensentin, die von Kaisers Liebeserklärung an ihre Tochter berührt ist.