Aus dem Englischen von Mirjam Madlung. Sommer 1947. Das an den Klippen Cornwalls malerisch gelegene Hotel Pendizack wird durch einen Felssturz verschüttet, und alle, die sich im Haus befanden, liegen unter den Trümmern begraben. Nur diejenigen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks zu einem Fest am Strand versammelt haben, sind verschont geblieben. Kann das Zufall sein? Eine Woche zuvor ist das heruntergekommene Herrenhaus, das die verarmten Pendizacks zum Hotel umfunktioniert haben, um die Ausbildung ihrer Söhne zu finanzieren, noch fast ohne Gäste. Nach und nach treffen Urlauber ein, unterschiedlichste Menschen, die sich ein einziges Badezimmer teilen müssen: die fünfköpfige Familie Gifford mit ihren besonderen Ansprüchen, die kapriziöse Schriftstellerin Anne Lechene und ihr Chauffeur, der furchteinflößende Geistliche Mr Wraxton mit seiner Tochter Evangeline. Ein jeder von ihnen, wie auch die Pendizacks, das lebenskluge Dienstmädchen Nancibel und die anderen Bediensteten, schlägt sich mit geheimen Sorgen herum und hat etwas zu verbergen. Vor der herrlichen Kulisse des offenen Meers bahnen sich Freundschaften, Romanzen, Fehden, Feindschaften an.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.09.2023
Harmlos ist in diesem 1950 erstmals im Original erschienenen Roman von Margaret Kennedy gar nichts, warnt Rezensentin Sylvia Staude und hat ihre helle Freude daran. Sie lässt sich von der britischen Autorin zum titelgebenden Fest ins Hotel der Siddals laden, wo sie auf allerhand kuriose Charaktere trifft: Mrs. Siddal etwa, die hofft, dass ihr ältester Sohn Gerry keine Frau findet und somit der Ernährer der Familie bleibt. Oder Lady Eirene Gifford, die vom Bett aus alle mit ihren Sonderwünschen schikaniert. Wie Kennedy ihre giftigen Charaktere zeichnet, mit Witz, Eleganz und scharfer Zunge, findet Staude nicht nur beeindruckend, sondern auch erstaunlich modern.
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