Margit K. Epstein untersucht anhand journalistischer Texte zur Gleichstellungspolitik, wie in öffentlichen Debatten über Gleichberechtigung die sozialen Bedeutungen von "Frau" und "Mann" neu verhandelt und zugleich reproduziert werden. Sie zeigt, dass traditionelle Geschlechterkonstruktionen, die sich im Sprachgebrauch manifestieren, dem intendierten sozialen Wandel des Geschlechterverhältnisses entgegenstehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2001
"Wer über Gleichstellungspolitik spricht, muss Bilanzen des Scheiterns ziehen." So kategorisch beginnt Milos Vec seine Rezension zum Thema der Gleichstellung von Mann und Frau in Medien und Politik. Filigran, wenn auch zuweilen redundant nennt Vec die Argumentationen der Autorin Margit K. Epsteins, die einerseits die Verlautbarungen des Frauenministeriums in Hannover und andererseits ihre Wiedergabe in der Lokalpresse untersuchte. Und selbst hier, in der "staatsfeministischen" Sphäre sind dann Phänomene der "Passivierung, Vereinzelung und Entkontextualisierung der Kategorie 'Frau'" festzustellen. Eine "originelle Studie", findet Vec, der nur Epsteins Schlüssen nicht folgen will. Eine Arm-in-Arm von allen Betroffenen geführte Sprachpolitik hält er für "angestaubten Polit-Bürokratismus".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…