In dieser Veröffentichung über die Architektur Rolf Gutbrods, der von der Stuttgarter Zeitung 1985 als der "erfolgreichste deutsche Architekt" bezeichnet wurde, stellt die Autorin anhand einer kritischen Analyse und Interpretation die Gestaltungsprinzipien seiner Bauten dar. Es sind dies zunächst typische Bauten der fünfziger Jahre, so die Milchbar oder das "Lobahaus" in Stuttgart, die in ihrer konstruktiven Leichtigkeit und Transparenz richtungsweisend für die Architektur von Günter Behnisch wurden. In den sechziger und sechziger Jahren entstanden neben dem heftig umstrittenen Museumsprojekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin der weltweit anerkannte Pavillon der Expo ཿ in Montreal sowie in Zusammenarbeit mit Frei Otto Bauten in Saudi-Arabien auf der Basis leichter Flächentragwerke.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.2002
Margot Dongus "ausführliche" Studie über den Architekten Rolf Gutbrod (1910-1999), einem Kritiker der konservativen "Stuttgarter Schule", hat den mit "jtz" zeichnenden Rezensenten nicht vollauf überzeugt. Zum Bedauern des Rezensenten bleibt nämlich der "höchst individuelle Ansatz" von Gutbrod, der von unterschiedlichen Strömungen wie der organischen Architektur, dem internationalen Stil, aber auch dem Beton-Brutalismus geprägt war, in Dongus' Ausführungen "überraschend unscharf". Zudem hätte er sich einen umfangreicheren und besseren Abbildungsteil gewünscht, um Gutbrods Arbeiten dem Leser nahe zu bringen. Immerhin hält er der Autorin zu Gute, dass ihre Arbeit Licht in ein wichtiges Kapitel der nach wie vor einer "terra incognita" gleichenden bundesdeutschen Nachkriegsarchitektur bringe.
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