Peter Gauweiler lebt in einer doppelten Diaspora: als Protestant im katholischen München und als evangelischer Freigeist in der CSU. Diese Sonderstellung prägte seine Wahrnehmung und Urteilskraft. Protestantismus ist für ihn die Religion der Widerständigkeit und des Individualismus, aber auch der konsequenten Reduktion auf das Wesentliche. Dieses Buch, eine konfessionelle Autobiografie, erzählt von Schlüsselerlebnissen eines lebenslang Fragenden. Zugleich ist es eine Spurensuche nach den protestantischen Einflüssen auf die bayerische (Kultur)Geschichte, welche den weiß-blauen Freistaat veredelt haben. Und so führt die Lektüre zur ebenso verblüffenden wie zwingenden Erkenntnis: Eigentlich sind alle Bayern Protestanten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2018
Rezensent Friedrich Wilhelm Graf lässt sich von Peter Gauweiler erklären, wie das Protestantische den Freistaat erst möglich gemacht hat. Gauweilers locker erzählter autobiografischer Essay führt den Rezensenten in Gauweilers Heimatort Hadern, zu Maibaum und Blasmusik und erzählt ihm von Freiheitsliebe, Widerständigkeit und Individualismus. Stolz berichtet ihm der Autor von Konfessionskämpfen und liest protestantische Spuren mitten im katholischsten Bayern, am goldenen Wappen-Löwen etwa, in der Kunst oder beim Freibier.
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