Marguerite Duras, Jean-Luc Godard

Dialoge

Cover: Dialoge
Spector Books, Leipzig 2020
ISBN 9783959053686
Kartoniert, 168 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Tim Trzaskalik. Mit einer Einführung und einem Nachwort von Cyril Béghin sowie einem Beitrag von Jean Cléder. Die drei Dialoge zwischen Marguerite Duras und Jean-Luc Godard schlagen einen Bogen, der im Oktober 1979 beginnt, im September oder Oktober 1980 fortgesetzt und im Dezember 1987 beendet wird. Sie sind Zeugnis einer engen Beziehung zwischen der Schriftstellerin und dem Regisseur, zugleich aber eine in sich geschlossene Erzählung. Die zweite Begegnung fand statt, nachdem sie ihre je eigenen Überlegungen zum Kino veröffentlich hatten - Duras in dem Band Die grünen Augen. Texte zum Kino, Godard in seiner Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos. Ihre Dialoge berühren beinahe sämtliche Themen, die sich auch durch diese Bücher ziehen: die Frage nach dem Verhältnis zwischen Schrift und Bild, die Repräsentation dessen, das der Repräsentation entzogen scheint (Konzentrationslager und Inzest - aus ganz unterschiedlichen Gründen), Überlegungen zur Kindheit und zum Fernsehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.05.2021

Rezensent Fritz Göttler muss gleich die Filme sehen, die Stimmen hören von der Duras und von Godard, wenn er die drei Gespräche im Band liest. Für ihn sind das Performances oder Denken in action. Für Göttler offenbaren sie, dass die beiden Künstler gleiche Resonanzräume haben, wenn sie über Projekte sprechen, Techniken ihrer Kunst, aber eben immer auch das Mystische antasten, das Vage und Subversive, und sie den Dialog zum Stottern bringen, wie Göttler es nennt. Hilfreich findet er die Kontexte, die Herausgeber Cyril Beghin mit seinen zahlreichen Anmerkungen eröffnet. Godard und Duras haben sich im Grunde nichts zu sagen, meint Göttler, und doch so wahnsinnig viel.

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