Das Buch analysiert den Zusammenhang zwischen Erweiterungs- und Demokratisierungspolitik der Europäischen Union. Dazu wird vergleichend sowohl die Süd- als auch die Osterweiterung fokussiert. Die Studie bildet zwei Schwerpunkte: Zunächst wird ein Konzept zur Analyse externer Faktoren bei Demokratisierungsprozessen entwickelt. Auf dieser Grundlage erfolgt die systematische Untersuchung des EU-Einflusses und seiner Wechselwirkung bei einer modellhaft verlaufenen (Spanien) und einer verzögerten Demokratisierung (Slowakei). Anhand der eingesetzten Strategien, Instrumente und deren Ergebnissen wird das Demokratisierungspotenzial der EU gezeigt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2008
Stefan Fröhlich steckt offenbar tief in der Materie drin, aber man kann sich in seine Rezension durchaus einlesen. Was Fröhlich an dieser Studie zu den Möglichkeiten der EU, die Demokratie in Beitrittsländern zu fördern, besonders interessant findet, dass sie im Gegensatz zu den meisten anderen Studien nicht nur ein west- und ein osteuropäisches Land miteinandervergleicht, also Spanien und die Slowakei, sondern auch interne wie externe Dimensionen analysiert, also sowohl die inneren Prozesse der Transition als auch die Instrumente der EU. Im Falle Spaniens, erklärt Fröhlich, hat sich die EU noch darauf beschränkt, formale Kriterien für die Demokratisierung festzulegen, im Falle der Slowakei gab es durchaus qualitative Kriterien wie etwa Minderheitenrechte, Justizstrukturen, Transparenz und Korruptionsbekämpfung. Hierbei wirke die EU nicht nur direkt, sondern auch indirekt maßgebend auf die Gesellschaft. Als Ergebnis der Studie bezeichnet der Rezensent die - vielleicht nicht ganz überraschende - Erkenntnis, dass das Steuerungspotential der EU wächst, je mehr Instrumentarien sie zur Hand hat.
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