Aus dem Englischen von Sabine Längsfeld. Marina Benjamin erzählt von den mittleren Jahren einer Frau - ganz persönlich, kulturhistorisch versiert und kunstvoll literarisch. Ausgangspunkt ihres Schreibens ist ihr eigener Körper, den sie Stück für Stück vermisst, um so die seelischen, körperlichen, sozialen und familiären Umwälzungen zu erfassen, die es mit sich bringt, wenn man aus den Rhythmen und Rollen heraustritt, die das Leben zuvor bestimmt haben. Sie berichtet von Einschnitten und Verlusten, zeigt aber auch, wie es gelingen kann, das Gleichgewicht wiederzugewinnen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 29.09.2020
Man muss Rezensentin Kim Kindermann glauben, wenn sie Marina Benjamins Buch über die Wechseljahre als "berührende Innenschau" bezeichnet, als klug und sachkundig. Sie beschreibt Benjamins Buch als Protokoll von Trauer und Abschied, das "gekonnt" durch die eigene Gefühlwelt mäandere: von der eigenen Hysterektomie über den körperlichen Verfall zum Tod des Vaters. "Wunderbar stimmig" findet Kindermann auch die Einschübe zu Gynäkologie, Medizingeschichte und Kulturhistorie.
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