Räubergeschichten und Fabelwesen, große Tiere und wundervoll farbige Blumenwelten - wohl nur wenige Bilder der Kunstgeschichte eignen sich so sehr zur Betrachtung durch Kinder wie die des Malers Emil Nolde. Der Kinderbuchautor Mario Giordano lädt ein zu einem Spaziergang durch das Leben von Emil Nolde. Er lässt die Kinder die Bilder erleben und einen Maler entdecken, der nur unter großen Schwierigkeiten und gegen den Widerstand seines Vaters seinen Lieblingsberuf ergreifen konnte. Er zeigt ihnen einen ehrgeizigen Nolde und einen, der seine Frau Ada über alles liebte, einen Nolde, der - zutiefst unglücklich - trotz Verbot der Nationalsozialisten winzigkleine Bilder malte, damit sie niemand entdecken konnte, und einen Nolde, dem Märchengeschichten und geheimnisvolle Troll - und Ungeheuerwelten über alles gingen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2006
Skeptisch betrachtet Rezensentin Nina Hollein das Buch "Emil Nolde für Kinder", das Mario Giordano vorgelegt hat. Dabei findet sie die Idee durchaus gut, Kinder an die Kunst heranzuführen. Im vorliegenden Fall werden hierzu Daten und Fakten aus Noldes Leben mit Anekdoten und Originalzitaten und mit einer Auswahl von Bildern und Zeichnungen des Künstlers garniert. Entstanden ist nach Holleins Ansicht ein "braves Bildungsbuch". Sie hält Giordano allerdings vor, der kindlichen Fantasie und Intuition zu wenig Raum zu geben. Die Kommentierung der Bilder nimmt ihres Erachtens zuviel vorweg. Den Kindern bleibe kaum mehr etwas zum Selbstentdecken. Das Buch scheint Hollein vielleicht für die Ausbildung kleiner Kunstkenner geeignet. Aber sie bezweifelt, dass es bei Kindern "echte Neugierde" auf die Kunst wecken wird.
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