Sean O'Toole

Irma Stern

Afrikanerin in Europa - Europäerin in Afrika
Cover: Irma Stern
Prestel Verlag, München 2020
ISBN 9783791378060
Gebunden, 160 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von von Nikolaus G. Schneider. Mit 80 Farbabbildungen. Das Leben und Werk der 1894 in Südafrika geborenen expressionistischen Künstlerin Irma Stern sind bisher in Deutschland nur wenig bekannt. Die Tochter deutsch-jüdischer Einwanderer, die ihre Kindheit in Berlin verbrachte und dort auch ihre künstlerische Ausbildung erhielt, gilt in Südafrika als bedeutendste Malerin des Landes. Ihre Werke sind in allen großen Museen und den bedeutendsten privaten Sammlungen Südafrikas vertreten. Auf Initiative von Max Pechstein, früher und wichtigster Förderer der jungen Irma Stern, gehörte sie ab 1918 mit zu den Gründungsmitgliedern der Novembergruppe und machte sich einen Namen. Beruflich zunehmend erfolgreich, kehrte sie 1920 mit ihrer Familie nach Kapstadt zurück, beteiligte sich aber dennoch an zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa. Zahlreiche Reisen auf dem afrikanischen Kontinent folgten, die ihren Niederschlag in mehreren Reisetagebüchern und einer großen Vielfalt künstlerischer Themen fand. 1933 brach die Verbindung zu Deutschland bis auf einzelne private Kontakte ab. In Südafrika gilt Irma Stern als eine der ersten weißen Künstlerinnen europäischen Ursprungs, die respektvolle Porträts von Afrikanern schuf, in denen sich viele Indigene bis in die Gegenwart exzellent dargestellt sehen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 20.11.2020

Rezensentin Eva Hepper freut sich sehr, dass die Künstlerin Irma Stern, Kind deutsch-jüdischer Auswanderer in Südafrika, endlich auch hierzulande bekannt wird. Ihre Prägung als expressionistische Malerin fand Stern nämlich in Berlin, wohin die Familie 1901 vor dem Burenkrieg floh. Stern befreundete sich mit Max Pechstein und hatte erste Ausstellungen, bevor sie nach Südafrika zurückkehrte, erfahren wir. Dort wird sie auch verehrt, erzählt Hepper, weil sie ihre schwarzen Modelle ebenso respektvoll behandelte und darstellte wie ihre weißen. Das lässt sich auch gut lesen, versichert die Rezensentin: Der Kunsthistoriker Sean O'Toole erzähle Sterns abenteuerliche Geschichte "wunderbar anschaulich".

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