Guy Stern, als Günther Stern 1922 in Hildesheim in eine jüdischeFamilie geboren, gelang 1937 als einzigem seiner Familie dieFlucht nach Amerika. Wie wohl kein anderer seiner emigrantischenSchicksalsgemeinschaft hat er sich im Laufe seines langen Lebensals unermüdlicher Mahner und Aufklärer, transatlantischerBrückenbauer und internationaler Jahrhundertzeuge einen einmaligenNamen gemacht. Die vorliegende Festschrift zu seinemhundertsten Geburtstag versammelt in Wort und Bild rund 80Beiträge von Personen aus den verschiedensten Lebensbereichendiesseits und jenseits des Atlantiks.
Rezensent Wilfried Weinke liest die von Frederik A. Lubich und Marlen Eckl herausgegebene Festschrift für Guy Stern mit Interesse für einen "good guy". Die im Band u. a. dokumentierte Arbeitswut des 1937 als einziger seiner Familie in die USA emigrierten späteren Professors für Exilliteratur lässt sich laut Weinke mit dem"Überlebensschuld-Syndrom" erklären. Die Erinnerungen von Weggefährten führen den Leser laut Weinke zu den vielfältigen Lebens- und Schaffensstationen Sterns.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…