Aus dem Englischen von Norbert Hofmann. Ihre Reportagen auch in Friedenszeiten sind Klassiker des Genres, sie waren erhellend und getrieben von einer moralischen Empörung über die Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, die von nationalen und Profitinteressen in Kauf genommen wurden. Natürlich waren ihre Urteile nach den Maßstäben des konservativ-bürgerlichen Meinungsjournalismus unausgewogen und ungerecht, und natürlich wusste sie das, aber schließlich war Martha Gellhorn auch eine streitbare Person, die sich einmischte.
Rezensentin Marlen Hobrack ist nach der Lektüre des Reportagebands von Martha Gellhorn, der Arbeiten aus den Jahren von 1960 bis 1987 umfasst, stark beeindruckt: Die launigen Urteile der Journalistin erweisen sich ihr zufolge aus heutiger Sicht als erstaunlich treffsicher. So klagte Gellhorn etwa einige Jahre vor der 68er-Bewegung die mangelnde Aufarbeitung der deutschen Schuld an, staunt Hobrack. Auch wenn die Kritikerin Gellhorns Bericht aus einem palästinensischen Flüchtlingslager fragwürdig findet, bescheinigt sie ihr insgesamt eine "bemerkenswerte Klarheit" beim Eintreten für die Schwachen, die sie auch heute noch für vorbildlich hält.
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