Max Liebermann war auch einer der bedeutendsten Kunstsammler seiner Zeit. Seine Sammlung umfasste neben Werken alter niederländischer Meister und Berliner Maler wie Adolph Menzel herausragende Arbeiten der französischen Impressionisten wie Degas, Monet, Manet und Toulouse-Lautrec. Dieser Band zeichnet die Geschichte dieser exquisiten, von den Nationalsozialisten zerschlagenen Sammlung nach. Das Kernstück des Buches ist das von Monika Tatzkow überarbeitete und erheblich erweiterte Sammlungsverzeichnis. Sie forscht seit Jahren im Auftrag der Liebermann-Familie zu diesem Thema und konnte mehr als hundert Werke zusätzlich identifizieren. Viele davon werden hier erstmals abgebildet. Damit wird ein ganz neuer Blick auf die Sammlung Liebermann möglich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2014
Ira Mazzoni erzählt detailliert, wie das Ehepaar Liebermann von den Nazis erst um ihre Kunstschätze und dann ums Leben gebracht wurde. Den von Martin Faass im Auftrag der Berliner Max-Liebermann-Gesellschaft herausgegebenen Band, der sich mit der Sammlung Liebermann befasst und eine Ausstellung am Wannsee begleitet, schätzt Mazzoni wegen seiner Opulenz einerseits und seiner Ehrlichkeit andererseits, wenn er nicht identifizierte Werke aus der Sammlung auch als solche kennzeichnet. Das Palais der Liebermanns am Pariser Platz mit seinen Cézannes, Monets, Manets und Degas' scheint Mazzoni selbst zu durchschreiten, während sie die historischen Berichte liest und die Fotografien ansieht. Dass es neben diesem von der Rezensentin favorisierten Bildband noch einen zweiten mit einem eigenen Werkverzeichnis gibt, hält Mazzoni übrigens für überflüssig wie einen Kropf.
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