Genau 86 400 Sekunden hat ein Tag, und in jeder einzelnen verarbeiten wir Sinneswahrnehmungen, speichern neues Wissen, erinnern uns an Vergangenes, entwickeln viele kreative Ideen und planen unsere Zukunft. Dabei halten wir es für selbstverständlich, dass wir den Alltag meistern, ohne von der Informationsflut überwältigt zu werden. Dass uns dies gelingt, verdanken wir einer Meisterleistung der Natur: unserem Gedächtnis. Der Hirnforscher Martin Korte nimmt Sie mit auf eine Reise ins Epizentrum Ihres Ich-Bewusstseins. Er zeigt, wie vielfältig das Gedächtnis unser Denken und Handeln bestimmt - und wie wandelbar unsere Erinnerungen sind, die bei jedem Abrufen neu konstruiert werden. Er erläutert die unbewussten Seiten des Gedächtnisses, die etwa unsere Intuition und Routinehandlungen steuern, und erklärt, warum Schlaf und Vergessen so essentiell für unsere Gedächtnisprozesse sind. Kortes These ist: Erinnerungen sind nicht nur eine Anhäufung von Wissen und Einzelheiten unserer Autobiografie, sondern der Stoff, aus dem unsere Identität gemacht Anders gesagt: Wir Menschen sind unser Gedächtnis - und unser Gedächtnis sind wir.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2017
Rezensent Joachim Müller-Jung findet die Warnungen des Neurobiologen Martin Korte vor einer digitalen Amnesie und seine daraus resultierenden Ratschläge etwas zu professoral, verallgemeinernd und letztlich spekulativ. Lieber liest er bei Korte über die anatomischen und molekularen Vorgänge beim Erinnern oder staunt zusammen mit dem Autor über die unfassbare energetische Effizienz unseres Gehirns und seine phänomenale Speicherkapazität.
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