Mary Nolan

America's Century in Europe

Reflections on Americanization, Anti-Americanism and the Transatlantic Partnership
Cover: America's Century in Europe
Wallstein Verlag, Göttingen 2023
ISBN 9783835352643
Kartoniert, 216 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

In englischer Sprache. Transnationale Geschichte als Schlüssel zur nationalen Geschichte. Amerikanisierung und Antiamerikanismus sind in Deutschland und Europa im 20. Jahrhundert allgegenwärtige, sich wandelnde und umstrittene Phänomene gewesen. Sie haben die einzelnen Nationen und die transatlantischen Beziehungen tiefgreifend geprägt. Mary Nolan, Expertin für deutsche und transnationale Geschichte, untersucht, wie die Europäer von amerikanischen Wirtschafts-, Kultur- und Politikmodellen beeinflusst wurden und mit ihnen umgingen. Dabei entstanden hybride Gesellschaften und politische Systeme, die sich manchmal deutlich von den Vereinigten Staaten unterschieden, in jüngerer Zeit aber, angesichts von Wirtschafts- und Migrationskrisen und rechtsradikalem Populismus, die dortigen Entwicklungen widerspiegeln.Wie die Aufsätze von Mary Nolan zeigen, waren die diplomatischen Beziehungen und die Visionen von der globalen Ordnung eine ständige Quelle transatlantischer Konflikte. Das Gleiche gilt für Fragen zu Frauen, Geschlecht und Sexualität. Die transatlantischen Beziehungen werden häufig auf sehr geschlechtsspezifische Weise erzählt. Nolan zeigt, dass die transnationale Geschichte neue Einblicke sowohl in die nationale Geschichte als auch in die internationalen Beziehungen bietet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2024

Rezensent Rene Schlott freut sich über die deutsche Ausgabe von Aufsätzen der US-Historikerin Mary Nolan. Zu den wenigen nicht deutschstämmigen Wissenschaftlerinnen gehörend, die zu deutscher Geschichte arbeiten, kann Nolan laut Schlott den Prozess der Amerikanisierung und dem Antiamerikanismus auf erhellende und originelle Weise nachgehen, indem sie eine genderspezifische Sicht einnimmt. Auch wenn ihr die Bewertung von Rollenbildern amerikanischer und europäischer Frauen mitunter zu schematisch gerät, wie Schlott kritisiert, bieten die Texte im Band doch eine willkommende, eher rare Perspektive auf das Thema des Verhältnisses USA-Europa, findet der Rezensent.

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