Er beobachtet, entdeckt die Poesien der Gegenwart. Alles kann Gedicht sein. Er leidet an der Welt, aber er findet sich mit ihr nicht ab, denn er ist ein Dichter. Er schreibt funkelnde Gedichte synästhetisch verbindend, aber präzise: die Welt im Fingerhut. Kein Mäandern, ohne Ornament, Verknappung aufs Äußerste. Die Gedichte von Matthias Buth suchen und laden so den Leser zum Dialog ein, der sich mit seinen Erfahrungen in die Bildwelten des Textes einbringen kann. Buth ist ein Sprach- und Lebensexeget wie wenige in der deutschsprachen Lyrik der Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.01.2020
In höchsten Tönen schwärmt Rezensent Axel Vieregg vom neuen Gedichtband des Juristen Matthias Buth: Für den bedeutendsten Band des Dichters hält der Kritiker das Buch, in dem ihm Buth von Odessa über Botswana bis ins heimische Hoffnungsthal mitnimmt und mal in "Moll"-Tönen, mal humorvoll Verlusterfahrungen umkreist. So entstehen vor den Augen des Rezensenten "sprachmagisch" gezeichnete, untergegangene Mensch- und Tierwelten. "Existentielle" Lyrik und "Naturlyrik" vom Feinsten, schließt er.
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