Matthias Göritz

Spools

Gedichte
Cover: Spools
Wallstein Verlag, Göttingen 2021
ISBN 9783835350717
Gebunden, 76 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Die Gedichte von Matthias Göritz sind Erkundungsreisen in nahe und entlegene Gegenden, in reale und geträumte Welten. Sie sind geprägt von Neugier und abenteuerlustigem Staunen, vom genauen Beobachten und vom Hin- und Herwenden der Gedanken, die sich daran knüpfen. Immer gerät Neues in den Blick, aber immer auch zeigen sich Elemente des Bekannten in allem Neuen. Zwischen Hoffnungen und Enttäuschungen wird kein Kreis ausgeschritten, aber vielleicht sind es Gänge entlang einem spulenartigem Gebilde? Das Gleiche ist natürlich nicht das Selbe, sondern möglicherweise sogar das ganz Andere. Göritz kombiniert Pathos mit Lakonie. Und immer ist das lyrische Sprechen des Autors, der aus mehreren Sprachen (Englisch, Koreanisch, Slowenisch, Türkisch, Finnisch) übersetzt bzw. nachgedichtet hat, ein Zwiegespräch mit lebenden und toten Dichterinnen und Dichtern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2022

"Wenig Orientierung" bekommt Rezensent Harald Hartung zunächst bei Matthias Göritz' Gedichten - verschiedene Themen und Längen, mal mit Überschrift, mal ohne, mal eine ganze leere Seite -, hält sich dann aber doch gerne auf im Zwischenraum zwischen Erklärung und Rätsel. Sympathie hat er auch für Göritz' Art, sich zurückzuhalten und anzuzweifeln, etwa wenn er von seinem Scheitern bei einer literarischen Verarbeitung eines Bachmann-Gedichts berichtet: "Überschreiben ist quälend"; das glaubt ihm der Kritiker. Was er kann, wisse Göritz trotzdem, und das merkt man auch beim Lesen, lobt Hartung.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 04.08.2021

Nach "Loops", "Pools" und "Tools" heißt der neue Gedichtband von Matthias Göritz nun also "Spools", zu deutsch: "Spulen" - und wie Spulen drehen sich auch die "Versschleifen" in den Gedichten, erkennt Rezensent Björn Hayer. Gebannt lässt sich der Kritiker von dem Dichter in offene "Textwunden" ziehen, liest von Schreckensereignissen wie dem Brand des Krefelder Zoos Silvester 2019 und spürt in den "melancholischen" Miniaturen immer wieder den "Schmerz" des lyrischen Ichs. In den besten der "schonungslosen", offenen Gedichte blitzen immer Auswege auf - und über die paar "hermetischen" Gedichte liest Hayer einfach hinweg.
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