Von Anfang an Anhänger der Weimarer Republik, wird Hirschberg rasch zum gesuchten Strafverteidiger, besonders in politischen Fällen. Als Jude und Demokrat schon in den 20er Jahren geschmäht, zählt er bereits 1933 zu den Verfolgten des NS-Regimes. Der engagierte Sozialdemokrat und Hitlergegner ist 1933 der erste prominente "Schutzhäftling" in München. Er schildert seine dramatische Flucht ins Exil, zunächst Italien, 1939 New York.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2000
Cornelius Simons nutzt die Besprechung vor allem, um den Lebensweg Max Hirschbergs zu skizzieren. Hirschberg, Sohn eines jüdischen Kommerzienrats, hatte sich in der Weimarer Republik als Rechtsanwalt einen Namen gemacht u.a. beim Landesverratsprozess gegen Felix Fechenbach, einem Mitarbeiter Kurt Eisners und beim `Dolchstossprozess`, in dem Hirschberg die `Münchner Post` gegen den Vorwurf der `Pressebeleidigung` verteidigte, nachdem sie eine Darstellung des `Dolchstosses` als "Geschichtsfälschung" bezeichnet hatte. Nach seiner Verhaftung durch die Nazis gelang Hirschberg die Flucht nach Italien und später in die USA, wo er 1964 starb. Seine Erinnerungen lobt Simons als "schnörkellos geschrieben und unterhaltsam zu lesen". Auch habe Hirschfeld eine äußerst klare Art sich auszudrücken - so nennt er etwa Kaiser Wilhelm II. einen `ungewöhnlich dummen Psychopathen`. Simons würdigt Hirschberg als "gebildeten, weitsichtigen Mann", der mit dieser Ausgabe sein "verdientes Denkmal erhalten" hat.
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