Adolf Weinmüller (1886 1958) betrieb seit 1921 eine Kunsthandlung in München und eröffnete 1936 nachdem der jüdische Kunsthändler Hugo Helbing sein Auktionshaus hatte schließen müssen das in den Folge jahren nahezu konkurrenzlose Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller . Zu seinem Kundenkreis gehörten NSDAP-Funktionäre wie Martin Bormann oder Händler wie die Galeristin Maria Almas-Dietrich, die gezielt Werke an Hitlers Sonderauftrag Linz vermittelte. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 arisierte Adolf Weinmüller auch das Traditionshaus der jüdischen Kunsthändlerfamilie Kende in Wien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2013
Ein Buch, das hoffentlich Schule macht, meint Julia Voss angesichts von Meike Hopps materialreicher Studie zum Kunsthandel im Nationalsozialismus. Dass es Hopp gelungen ist, mit dem Geschäftsgebaren des Kunsthändlers Adolf Weinmüller das verbrecherische Treiben des organisierten Kunsthandels in den Jahren 1933 bis 1945 und darüber hinaus endlich öffentlich zu machen, verdient den uneingeschränkten Respekt der Rezensentin. Mit Weinmüller, erklärt, Voss, widmet sich die Autorin einer Schlüsselfigur, mit dessen Vorgehen zugleich der Entrechtung der Juden noch vor Verkündigung der Nürnberger Gesetze. Dass Weinmüllers Nachfolger für das Buch ihr Firmenarchiv geöffnet haben, findet Voss vorbildlich, aber auch überfällig.
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