Herausgegeben von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Das "Memorandum" wird 30! Seit 1975 begleitet es die wirtschafts- und sozialpolitische Entwicklung der BRD. Es kritisiert die von den jeweiligen Bundesregierungen bemühten Jahresgutachten der "Fünf Weisen". Es bleibt aber nicht stehen bei der Kritik des herrschenden Diskurses, sondern fomuliert Alternativen und zeigt, wie diese finanziert werden könnten, ohne die breite Bevölkerungsmehrheit noch mehr zu belasten. Das "Memorandum 2005" wendet sich gegen den derzeitigen Wachstumstyp der einseitigen Exportorientierung und skizziert, was an die Stelle von Hartz IV treten und in der Steuerpolitik anders werden muss.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.07.2005
Überzeugend findet Rezensentin Agnes Steinbauer das "Memorandum 2005 - Sozialstaat statt Konzern-Gesellschaft" der "Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik", die seit 1975 als Alternative zu den "Fünf Weisen" die Wirtschaftspolitik der Bundesregierungen mit ihrem jährlichen Gegen-Gutachten begleitet. Die alternativen Wirtschaftswissenschaftler monieren an der gegenwärtigen ökonomischen Situation vor allem das Fehlen eines korrigierenden politischen Rahmens, der den Menschen eine Perspektive auf stabile Beschäftigung, ausreichende Einkommen und soziale Sicherheit bietet. In der Kritik stehen nach Auskunft Steinbauers desweiteren die zwanghafte Sparpolitik der rot-grünen Regierung, die ungerechte Steuerpolitik und die Hartz-Gesetze. Als eine Gegenmaßnahme, die die Arbeitsgruppe vorschlägt, nennt sie die Wiederbelebung öffentlicher Investitionsprogramme, gepaart mit individueller Arbeitszeitverkürzung - ein Programm das eine Million Arbeitsplätze schaffen könnte. Insgesamt lobt Steinbauer das Memorandum als "differenziert und trotzdem - in Kurz- wie Langfassung - für Fachleute und Laien gleichermaßen gut verständlich".
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