Herausgegeben von Achim Barsch und Peter M. Hejl. Es interessiert die Menschen, was "den Menschen" ausmacht: Man macht sich ein Menschenbild, das zeigen soll, was den Menschen von seiner Umwelt unterscheidet, aber auch, was ihn mit ihr verbindet. Im 19. Jahrhundert führten umfassende kulturelle Veränderungen zur Pluralisierung dieser von Menschen konstruierten Menschenbilder. Die Beiträge des Bandes untersuchen diese neuen, verweltlichten Menschenbilder im wissenschaftshistorischen Kontext: Die Psychiatrie rückt Formen der "Degeneration" in den Vordergrund; die Kriminalanthropologie entwirft Verbrecherbilder; die Soziologie macht biologische (Rassen-)Theorieangebote; Recht und Medizin debattieren über das "Recht auf den Tod" und die "Pflicht zu sterben". Weitere, übereinstimmende oder gegenläufige Konturen dieser Menschenbilder werden in literarischen Texten sowie im zeitgenössischen Massenmedium Gartenlaube aufgespürt und untersucht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "lx." geht in seiner Kurzkritik des Bandes nur auf eine einzige Autorin dieses Sammelbandes ein, nämlich Eve-Marie Engels, die an der Uni Tübingen Ethik lehrt. Sie stellt nach "lx." die Frage, ob die Biologie in den letzten Jahren wieder als "Leitwissenschaft" fungiert und worauf dieses Renommee beruht. Es handelt sich dabei nach "lx." auch um eine Reflexion über die Gründe des Erfolgs von Darwins Evolutionslehre.
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